29.6.14

an kunst ...



... gedacht, erinnert, entdeckt . .

.
.


// 1 / 2 / 3 //

.

..


anni albers
[via müllerinart]

//

vee speers
ein plakat neben dem bett
abends der letzte blick, morgens der erste

+

john baldessari, ganz besonders seit jahren eingebrannt »i am making art«

;


//

ein anderes video :: »a moment with choki lindberg«

+

theo acworth mit fahrrad in österreich (!)

.


[via]

.

und ein lied

27.6.14

nur ein bild ...



..., ganz nach dania-art, ergänzt durch allerfrohsinnigstes dankesgeträller meiner-, hübschmadamchen- und ungefragterweise füchsleinseits für eure so herzquietschvergnüglich machenden worte. d a n k e !

25.6.14

mmm #8 :: vy



heute gibts zum zwecke der nähgutsichtbarkeitsverbesserung einigermaßen überbelichtete einblicke in mein frischfröhliches einengutenmeterüberdembodenleben in meiner neuen vy.

in den letzten wochen habe ich auf verschiedenen blogs beiträge zum japan sew along 2014 mitverfolgt – und lust bekommen, mich heimlichstillundleise auch an einem japanischen kleidungsstück für mich zu versuchen. die literaturauswahl ist groß und so war es mir ein nebenher entscheidungshilfreiches fest, in den nähbüchern der ganz in der nähe wohnenden steffi blättern zu dürfen. »Kleider und Tops zum Kombinieren« von yoshiko tsukiori lag ein paar tage später schließlich in meinem postkasten und nach dreiundsiebzigmaligem beliebäugeln der 26 feinen modelle bändelte meine nähfreude schließlich just mit dem einzigen kleid an, dessen schnittmuster in dem buch nicht zu finden ist :: das unter dem westchen, modell o. so bin ich wohl. es folgte ein umschwenken auf modell v und beim schnittabpausen die plötzliche eingebung, dass ein annäherungsversuch an das ursprünglich ausgesuchte auf eigene faust möglich sein könnte über eine kombination mit modell y. und so kam also mein kleid vy zustande.

greenhorn pur im damenkleidernähen habe ich mir gedacht, dass es vielleicht vernünftig wäre, ein probekleid zu nähen aus allergünstigstem ikea »bomull« :: vorder- und rückenteil, ärmel und schrägband für den ärmelsaum nach modell v zugeschnitten, kragen und besatz nach modell y unter anpassung der schnittteilerfordernisse verlängernd umgemodelt. nach dem zusammennähen von vorder- und rückenteil war schon klar, dass weite weg muss; reichlich – daher bei mir auch vorne und hinten in der mitte die naht. schlaufen für die knöpfe zu nähen war mir – zumal für ein probekleid – zu fieselig, knöpfe beziehen sowieso, also habe ich durch ein in meinem knopfdoserl herumkugelndes dunkelblaues fünfgespann und hellblaue gummilitzen ersetzt. hach, und dann bin ich zum ersten mal reingeschlüpft und war so glücklich mit meinem vy-unikat, dass ich im wissen um die unwahrscheinlichkeit einer gelingenden reproduktion entschieden habe :: mein probestück soll mein erstlingstragewerk bleiben. aber ich und ein weißes kleid!? gemeinsam mit textilfarbe also ab in die waschmaschine – anthrazit hätte das ergeben sollen; ein hoch auf den heurismus! – und »rurra« (füchsisch)!


die dem japanischen stil eigene weite mit drall in richtung sackartigkeit erschien mir allerdings noch veränderungsbedürftig. ich mag das legere; ein kleid einfach so zum drüberwerfen. zugleich mag ich auch das etwas »schickere«. und noch mehr mag ich das wandelbare, die möglichkeit, je nach lust und laune zu variieren. daher habe ich auf taillenhöhe in die seitennaht rechts und links jeweils zwei bindebänder (welch glück, dass ich die weite vorne und hinten vorab nur durch abnähen weggenommen habe und so gefärbte streifen zum herausschneiden hatte!) eingenäht, die ich entweder herunterhängen lassen oder zusammenbinden kann.

jetzt ist sie so, meine vy, dass ich mir tatsächlich vorstellen kann, sie auch wirklich anzuziehen. einziges ungutes manko :: weil ja nur geprobt werden sollte, hab ich mir auch das ganze versäubern etc. gespart. nachträglich hat sich das nur mit müh und not und insbesondere mit erheblichen ästhetischen abstrichen erledigen lassen (merke :: beim nächsten mal lieber gleich ordentlich machen). aber egal. von außen sieht man davon wenig und überhaupt funktioniert meine überraschtheit über das gesamtgelingen gerade als hervorragender übertüncher. mit solchem fröhlichkeitswind im rücken stolz auf zum me made mittwoch.

24.6.14

diy :: ti.ta.tasche



heute darf das füchslein pausieren und das hübschmadamchen übernimmt die tragearbeit – für eine tasche nämlich, eine wendetasche, um genau zu sein. der schnitt dafür ist ulmakopf und -händen entwachsen und ich bin sehr glücklich mit dem ergebnis, einverstanden mit form und größe unter ästhetischen wie auch pragmatischen gesichtspunkten. und weil ich das taschenglück gerne mit euch teilen will, gibts das schnittmuster hier zum herunterladen.

zum nähen eigenet sich wohl so gut wie jeder nicht elastische stoff. außen habe ich leinen genommen – zwei verschiedene gewebearten, einmal natur, einmal rosa, beide in einem früheren leben tischtücher –, innen einen dünneren baumwollstoff mit erhabenem blümchenmuster.


innen- und außentasche werden separat genäht und dann entweder miteinander verstürzt (wendeöffnung nicht vergessen) oder man steppt – und so habe ich es gemacht – die innentasche in die außentasche. äußerst unkompliziert, äußerst den sommererfordernissen entsprechend. und damit frohsinnig und leicht ab zum crea- und zum upcycling-dienstag.

22.6.14

skizzen zum sonntag :: in der zeit



Man sollte die Chance nicht verpassen, zu lieben, was einem in den Weg kommt.

(ilse aichinger, 1950)

20.6.14

gemacht und gemocht . zum beispiel #7




.:: noch zwei minuten liegen bleiben

.:: blüten lesen

.:: der weite nachhängen

.:: schönes aus dem briefkasten fischen von ihr

.:: im thymianduft den sommer begrüßen

.:: und ihn einbacken

.:: die süße für das jahr zum ersten mal schmecken

.:: auf dem boden liegend deckenblicke gut finden

.:: über die ästhetik des knäckebrots, des ihren, nachdenken

.:: den satz und überhaupt das buch mögen und den film dazu



zum beispiel. und tausend anderes. wochenendvorfreudebaumeln, fuß- und seelenwärts.

18.6.14

sommerfrisch



letzten sommer mein treuer begleiter und jetzt gerade wieder auf der reise zu mir :: der ringana venenspray (zu finden unter produkte > körperpflege). gemeinsam mit dem zahnöl hat er ein saisonabo in meiner handtasche.

venenprobleme habe ich zum glück – tocktocktock – zwar nicht, schwere und müde beine kenne ich aber freilich auch, gerade wenn es draußen heißer wird oder ich einmal zu wenig bewegung abbekomme. was ich in solche fällen liebe :: mich zwischendurch einfach auf den boden zu legen und die beine an der wand hoch. so so angenehm; macht wunderbar ruhig und die beine frisch und munter. geht aber leider nicht immer und überall. 

eine ganz formidable und unkomplizierte alternative (oder auch ergänzung) sind da ein paar pumpstöße venenspray – ein herrlich belebender cocktail aus feinsten bio-kräutern :: kühlende chinesische minze, erfrischender und belebender ingwer, extrakte aus purpur-rotalgen, rotweinpolyphenole, mäusedorn und rosskastanie, die die venen tonisieren, stärken und elastisch halten; dazu olivenblätterextrakt und myrtenöl, die entzündungshemmend wirken und gemeinsam mit borretschöl für geschmeidige haut sorgen. hmmm, möchte man fast kosten!

der venenspray kann aber viel mehr als müde beine aufzuwecken ::

mit seinem kühlenden soforteffekt eignet er sich als angenehme erfrischung zwischendurch für den ganzen körper und bringt linderung bei sonnenbrand und verbrennungen. außerdem wirkt er, auf die entsprechenden stellen aufgetragen, wohltuend bei verspannungen im nacken oder rücken und bei spannungskopfschmerzen.

sportlergeheimtipp vom monsieur :: entspannt und lockert die muskulatur nach dem training und wirkt mit seinen entzündungshemenden inhaltsstoffen muskelkater entgegen. (ich selbst bin nicht minder freundin der kühlung (insbesondere der füße) vor dem laufen.)

aktuell gibt's den venenspray im angebot – noch bis 27. juni 2014, 10 uhr.



es handelt sich hierbei nicht um einen gesponserten post im herkömmlichen sinne; ich bekomme nichts dafür, dass ich das hier schreibe. aber ich freue mich natürlich, wenn ihr im falle einer bestellung bei ringana, bei der frage danach, wo ihr von ringana erfahren habt, meinen namen (ulrike krawagna) angebt. warum und wieso das ganze, könnt ihr da nachlesen. 

falls ihr fragen habt, sei es zu den produkten oder zum partnerprogramm, genügt ein klick auf das brieflein in der sidebar links, ihr wisst ja bescheid.

p.s.: selbst nicht facebookerin habe ich hier noch einen hinweis für alle diesbezüglich bewanderten :: fürs ebendortige ringanaliken erhält man einen € 5.00-ringana-gutschein, den man bei einer bestellung im shop einlösen kann.

17.6.14

das füchslein trägt ......



..., nachdem es – wie von ute richtig vermutet – in der vorwoche hitzebedingt nichts getragen hat, eine mich irgendwie an den kleinen blechtrommler oskar matzerath erinnernde, glücklicherweise in sachen gekreisch und sturheit nicht allzu stark abfärbende hosenträgerhose, wobei man sich dahingehend nicht von der beinahe schon manierierte züge annehmenden schüchternheitspose täuschen lasse; ein fuchs bleibt eben fuchs. die ganze wahrheit ist :: der liebe kann auch so, in dauerschleife »aaaaaa, feuerwehr!« rufend, da nützt der ganze bachblüten-notfall-kaugummi nichts.


genäht habe ich die kurze, die den monsieur im übrigen mehr an eine krachlederne erinnert, nach dieser ein kostenloses schnittmuster inkludierenden anleitung aus demselben sommerhitverdächtig farbenfrohen stoff, aus dem weiland auch schon ein unheimlich flippiger rock für mich entstand. zur verfügung stellt die gute angela dort übrigens zwei größen :: 0-6 monate und 6-12 monate, wobei sich zweitere für mein mit 29 monaten bereits deutlich mehr anschreibendes füchslein als locker ausreichend erwiesen hat. einzig die träger habe ich etwas verlängert. ein bisschen zu viel, wie man sieht, aber sobald ich wieder nerven zum knopflochnähen habe, werden optimierungsmaßnahmen eingeleitet. bzw. wäre es vermutlich besser, die knöpfe hinten weiter voneinander entfernt anzubringen. oder irre ich da?


bevor wir uns auf den weg zu fräulein rohmilch, made4BOYS und den creadienstagswerklerinnen machen, seien die augäpfel noch auf die freskoweiterführung gerichtet. der schwesterliche eyeliner war einfach allzu verlockend. selbiges gilt auch für den nagellack, der allerdings an seinen vorgesehen bestimmungsort gefunden hat.


für die chicness noch einmal die träger zurechtgerückt und damit ab in einen frohen dienstag.

15.6.14

skizzen zum sonntag :: beiläufig



































alles was man sagen kann kann man auch beiläufig sagen

(Aus: Elfriede Gerstl | Spielräume)
morgen wäre sie 82

14.6.14

an der frühstücksbar



wo der fuchs mit dem noch schlaftrunken dem nachhall der nachtträume auf den zugeklappten lidern nachspürenden hund sein müsli und die neuigkeiten teilt, namentlich naturgemäß die fußballerischer natur, konkret monika forsbergs wm-zeichnungen, eine so feine form des aufdemlaufendenbleibens, und andere gewinnneugikeiten :: die bianca tschaikner-preziosen gehen an tine | carli und johanna rundel, wobei sich ein elfmeterschießen abzeichnet, zumal sich beide für die karten entschieden haben. an der frühstücksbar werden fachkundige tipps abgegeben, ob es zu einer einigung kommen wird und in welcher form. spannende zeiten.

12.6.14

geheimnüsse



eine geheimnisschatztruhe ist sie, die dritte heimat zine-ausgabe. mit viel seele und fingerspitzenästhetik gemacht. wenn wer so singt ... das zine gibts hier. mein beitrag bleibt diesmal in der virtualität, fliegt in geheimnussschalen durch den äther – ungreifbar, wie sie nun einmal sind, die geheimnisse.

und die amsel fliegt auch und bringt singend geburtstagsgrüße zu dir, liebe mama. apropos amsel.

hier gehts zum lostopfsprung.

11.6.14

mmm #7 :: rrrr. ok | c




fast ein halbes jahr ist vergangen seit meinem letzten memademittwochsbeitrag. höchste zeit :: für einen rock; nach eigenem schnittmuster mit jerseybund. alles wie immer also (beweis 1, beweis 2). fast. am saum bin ich nämlich ein beachtliches stück über mich hinausgewachsen, wie ich finde. hab ich da doch tatsächlich ganz meisterhaft ein rändchen unten drangenäht. oh là là. man beachte – wenn schon im ehrfuchtshaltung einnehmen begriffen – zur draufgabe bitte das farblich mit dem stoff abgestimmte garn.



diesmal war es wirklich das reinste rattervergnügen, sodass ich mich im anschluss gleich waghalsig in die japankleidernähwelt gestürzt habe, in der ich jetzt einigermaßen orientierungslos herumtrudle. sollte je ein solches tragbarer natur entstehen, wird es hier freilich einen auftritt bekommen, das ergebnis. noch wahrscheinlicher dann, wenn ich mich entschließe, um landehilfe anzufragen – wobei vermutlich die mmm-damen ein heißer lotsinnentipp wären.

hier lebt übrigens bis freitagabend noch die gewinnchance.

10.6.14

minifundus



fotos gebettet auf holz, 5 zentimeter im quadrat. bildchen für die wand. vorerst. gedanklich auch schon :: memory, puzzle usf.

der transfer ein kleines faszinosum. nicht zuletzt in seiner einfachheit :: die fotos als laserkopie oder -ausdruck. was wichtig ist. logische hintergrundformel :: tinte verrinnt, toner nicht. mit foto transfer potch einstreichen, ebenfalls das holz. eingestrichene seiten aufeinanderlegen und mit rakel o.ä. übertragungshilfe leisten :: gut über das papier ziehen. ein paar minuten heiß föhnen (marginalie, weil ich selber immer wieder zweifle :: föhn mit h für den wind und das gerät gleichermaßen; seit 1996 so. oh là là, wie man aus der zeit kippen kann!). auskühlen lassen. mit wasser benetzen. wenn sich das papier aufzuweichen beginnt, mit schwamm oder fingern sanft abrubbeln. trocknen lassen. mit olivenöl einreiben.

eine gute creadienstagstat. zum beispiel.
zum illustrationspreziosen-gewinnspiel gehts hier entlang.

6.6.14

ulma proudly presents samt giveaway ...



... die großartige ...




als alte falter-leserin habe ich schon vor einigen jahren bekanntschaft mit den ausdrucksstarken arbeiten der zurzeit im spanischen galicien lebenden österreichischen illustratorin und druckgrafikerin gemacht – verliebt und so, ihr wisst schon. eine kleines jauchzen jede zeitungsausgabe, in der ihrer hand entsprungenes auftauchte; zwei unüberhörbare, als dann auch noch »Grundkurs Kochen!« und »Grundkurs Kochen II« beilagen. eine liebe also, die gleich da war und sich, facettenreich gefüttert, ungebrochen immer weiter nährt. und nun endlich, im taumel des schönen austauschs mit anderen famosen zeichner(inne)n (hier und hier), habe ich auch bianca tschaikner um ein virtuelles gespräch gebeten – et voilà. so unprätentiös und gescheit. ich freue mich, euch das ergebnis zu präsentieren. oh, und ein giveaway hat sie mir auch noch für euch geschickt. dazu mehr ganz unten. 

+. wie bist du zum zeichnen gekommen? war es für dich immer schon wichtig?

Ich habe als Kind schon dauernd gezeichnet. Es ist ein wichtiger Teil meines Lebens, seit ich denken kann. 

+. wie hast du es professionalisiert?

Begonnen hat alles mit meiner Bachelorarbeit, einem Kochbuch, das ich illustriert habe. Da habe ich endgültig gesehen, dass ich das machen kann und möchte, und habe begonnen, mich bei verschiedenen Zeitschriften zu bewerben, und so meine ersten Jobs bekommen. 



+. es gibt da dieses bild, dass künstler/innen ihre arbeit immer gern tun oder gar eine innere notwendigkeit, eine art drang dazu verspüren. würdest du sagen, dass das auf dich zutrifft?

Die innere Notwendigkeit ist auf alle Fälle da, aber dass es deswegen immer die reine Freude ist, würde ich nicht sagen. Das Notwendige ist ja nicht immer das Erfreuliche. Manchmal kann es auch ein bisschen ein Kampf sein, wenn das, was man macht, nicht den eigenen Erwartungen entspricht, oder wenn man Erwartungen erfüllen muss, die von außen kommen. 
Aber künstlerische Krisen, so schrecklich sie auch sind, gehören dazu, man wächst daran. 
Gerade wenn man Schwierigkeiten überwinden muss, sich selbst herausfordert, gibt das dem Resultat einen gewissen Mehrwert. Ich glaube auch nicht, dass immer alles schön und einfach sein muss. Das wäre irgendwie langweilig. 


+. wie sieht ein arbeitstag bei dir aus? hat das zeichnen einen ganz bestimmten zeitort darin?

So etwas wie einen geregelten Arbeitstag gibt es bei mir zum Glück nicht, es kommt immer darauf an, was ich für Aufträge habe und wo ich gerade lebe. Jetzt zum Beispiel verbringe ich acht Stunden täglich in der Druckwerkstatt, wo ich zwar auch zeichne, aber die Illustration, also die Auftragsarbeit, findet eher drumherum statt, in der Mittagspause, nachts, am Wochenende.

+. im rückblick scheint oft eines aus dem anderen zu wachsen usf. siehst du die entwicklung deines stils als kontiunuum oder gab es irgendeinen punkt, an dem eine entscheidende weiche gestellt wurde?

Ich sehe das mehr als eine Linie als eine Aneinanderreihung von Punkten. Alles, was in meinem Leben geschieht, hat einen Einfluss auf meine künstlerische Entwicklung. Man entwickelt sich ständig weiter, und das ist gut so. Natürlich gibt es einige besonders wichtige Impulse und Wendepunkte, aber das ist alles fließend, das kriegt man eigentlich nicht so bewusst mit. Es wird einem immer erst im Rückblick klar, welchen Einfluss etwas auf die eigene Arbeit gehabt hat und wie viel dann  daraus gewachsen ist. Entscheidende Weichenstellen waren für mich sicher meine Aufenthalte in Marokko, Florenz oder Usbekistan. 



+. welche (künstlerischen) einflüsse und anderweitigen inspirationsquellen waren bzw. sind für dich von besonderer bedeutung? und gibt es sujets, die du bevorzugst?

Im Moment beschäftige ich mich viel mit griechischer Mythologie, mit Astronomie, mit Reisen, mit dem Land, in dem ich derzeit lebe, und den Dingen, die ich dort sehe und erlebe. Das fließt alles in meine Arbeit ein. Meine Arbeit ist meist sehr autobiographisch und erzählerisch.

+. du arbeitest mit unterschiedlichen techniken bzw. material. was macht für dich jeweils ihre besonderheit aus und gibt es welche, die du bevorzugst?

Meine Auftragsarbeiten sind meistens Bleistiftzeichnungen, die ich dann digital bearbeite. Karten zeichne ich digital.
Die Techniken, mit denen ich am liebsten arbeite, sind Radierung, Holzschnitt und Ölpastell.


+. welche rolle spielt die digitale (nach)bearbeitung für dein arbeiten?

Zumindest bei meinen Auftragsarbeiten eine sehr große. Meine Auftragsarbeiten bearbeite und coloriere ich so gut wie immer digital.

+. gibt es ein herzensprojekt von dir, eines, das dir besonders viel bedeutet?

Kommt drauf an, wann man mich fragt – das ist immer dasjenige, an dem ich gerade arbeite.

+. was wäre dein traumprojekt?

Ein ganz konkretes Traumprojekt für die Zukunft gibt es im Moment nicht. Grundsätzlich würde ich gerne ein paar Bücher machen, mit eigenen Texten und Illustrationen. 


+. unter deinen auftraggebern finden sich viele bekannte namen, die für sich schon promotion-wert besitzen. aber zu diesen auftraggebern gilt es erst einmal zu kommen. kannst du deinen weg dorthin kurz nachzeichnen?

Es ist ganz richtig formuliert, dass man zu diesen Auftraggebern erst kommen muss – sie kommen nicht von selbst zu einem, zumindest nicht am Anfang. Angefangen habe ich so, dass ich mir eine Webseite mit meinen besten Arbeiten erstellt habe und mich dann bei einem Haufen Magazinen, für die ich gerne arbeiten wollte, beworben habe, und bei einigen habe ich dann Jobs bekommen. Mittlerweile kommen die Aufträge aber von selbst. Außerdem bin ich seit ein paar Monaten bei Caroline Seidlers Illustrationsagentur unter Vertrag. 

+. du bist eine vielreisende. was magst du so besonders daran? wo bist du am liebsten und wo fühlst du dich zuhause? ist es nicht beizeiten auch anstrengend? 

Am liebsten mag ich natürlich die Ungebundenheit und die Freiheit, jederzeit überall hingehen zu können, jederzeit ein neues Leben anfangen zu können, das finde ich sehr aufregend. Die Kehrseite davon ist natürlich, dass ich im Moment keinen Ort habe, an dem ich mich wirklich zuhause fühle – der liegt vielleicht noch in der Zukunft. Es gibt ein paar Städte, in denen ich mich irgendwie daheim fühle, Granada, Tanger, Buenos Aires, Rom, Istanbul, dort könnte ich mir vorstellen, längere Zeit zu leben. Wo ich am liebsten bin? Wahrscheinlich immer dort, wo ich gerade nicht bin. 
Natürlich ist es anstrengender, immer unterwegs zu sein, als gemütlich daheim zu sitzen, aber ich habe auch das Gefühl, dass es vieles einfacher macht. Man lebt einfacher, wenn man nur das hat, was in einen Koffer passt. Man kommt drauf, dass man eigentlich sehr wenig zum Leben braucht. Das Leben auf Reisen ist einerseits reduzierter und andererseits reicher, auf eine gute Art.  


+. was hast du immer mit dabei?

Was ich immer dabei habe, ist mein Macbook, mein Scanner, meine bevorzugten Stifte und einen großen Skizzenblock, also  das Allerwichtigste, um arbeiten zu können.

+. andere illustrator(inn)en, deren arbeiten du besonders schätzt ::

Alice Wellinger, Pablo Auladell, Olaf Hajek, Martin Haake, Yuko Shimizu, Olimpia Zagnoli, Sophie Thelen, Xuehka

+. und noch ein paar klassiker ::

.:: ein besonders empfehlenswertes buch?

Das kommt immer drauf an, wer fragt. Das letzte Buch, das ich jemandem geschenkt habe, waren Rilkes »Briefe an einen jungen Dichter«.

.:: gute arbeitsmusik? 

Im Moment: Opale, Agnes Obel, Acid Pauli, Beach House

.:: welches essen wünschst du dir zum geburtstag? 

Das kommt darauf an, wo ich bin. In Österreich: Mamas Spinatknödel. 



.:: welche kleidung trägst du am liebsten? 

Alles aus Seide.

.:: kochst du gerne? 

Ich liebe es! Aber ich koche lieber für andere als für mich allein. 

.:: überhaupt: was machst du gerne?

Lesen, schreiben, die Sterne anschauen, wandern gehen, alte und neue Landkarten studieren, und natürlich neue Städte und Länder erkunden. 

:::

gut, hm?

wer ein wenig von alle dem in zeichnung gewordener form bei sich zu hause haben oder in die welt verschicken möchte, kann bis einschließlich nächsten freitag, 13. juni 2014, 23:59 uhr hier unterhalb einen kommentar hinterlassen und eines von zwei giveaways gewinnen :: ein postkartendreierset oder ein badge-pärchen. präferenzenangabe – bitte gerne doch.


allen, die sich – datumsabergläubisch oder nicht – nicht auf ihr gewinnglück verlassen wollen, sei verraten :: noch jede menge mehr schönheiten gibts käuflich zu erwerben :: in biancas online-lädchen

und hier noch eine übersicht aller virtuellen bianca tschaikner-koordinaten :: 
twitter :: btschaikner

frohes gustieren!
und danke, liebe bianca.

(alle bilder (ausgen. letztes) :: bianca tschaikner)

5.6.14

aufwachen



langsam noch. aber immerhin. prokrastinierend. die augäpfel in solche bildsphären tauchend. zum beispiel. und frühstücke gedankenschmeckend. mit der tunserinnerung an der wand und einem lied im ohr. danke, stepanini.

3.6.14

das füchslein trägt ...



..., ganz faschinglos, ein kleid mit dem hübschen namen »louisa«. ja, es ist etwas sonderbares mit dem füchslein, seiner haarpracht und den geschlechtszuordnungsstereotypen. die geschichte hinter dem kleid passt da ganz wunderbar ins schema :: als bubenmama zum kleidprobenähen eingeladen. das füchslein freilich frohlockt, liebt es doch kein kleidungsstück so sehr wir das pippikleid; und das hat jetzt ernst zu nehmende konkurrenz bekommen.



der schnitt stammt von marte, die ganz großartige sachen näht und eben auch feine schnittmuster entwirft und in ihrem shop verkauft. besonders famos finde ich im übrigen ihre kleinen nähtutorials. louisa ist ein wunderbar variables kleid :: nebst taschengewordener einladung zum nähdesignenden austoben – grundsätzlich eher dem dezenten zugetan, hab ich mich weit vorgewagt und doch tatsächlich zu einem gemusterten (!) stoff gegriffen –, gibt es unterschiedliche ärmel- und futtervarianten. wer hier öfter liest, wirds ahnen :: ich habe mich für die allereinfachste version entschieden. an der größe musste ich etwas feilen, zumal umfang und länge bei meinem füchslein nicht schnittmusterkompatibel sind. nach langen minuten des mit zu fragezeichen mutierenden pupillen auf die linienbündel starrens und einiger denkarbeit ließ sich letzten endes aber alles gut zusammenstoppeln. und insbesondere :: meine reißverschlusseinnähscheu ist nun wirklich weggewischt. richtig schick versteckt er sich da auf dem rücken. ja, ich bin recht stolz auf mein erstes stück, von dem ich den eindruck habe, das geht jetzt in richtung wirkliches nähen – mit genau messen und exakt stecken und gerade nähen etc. wär das füchslein ein mädchen, gäbs bestimmt noch ein paar weitere louisas.



und jetzt kommt die gute nachricht für alle, die auch gern so ein feines kleidchen nähen wollen :: das ebook kann man nicht nur kaufen, sondern hier und heute auch gewinnen. dazu einfach mit einem buttonklick im feld unterhalb direkt in den lostopf hüpfen. viel glück!

a Rafflecopter giveaway

kleidstolz wandern wir zu fräulein rohmilch und endlich auch wieder einmal zu ninas upcyclereien – der taschenstoff war einmal ein bügelbrettbezug; und da wir mit dem pippikleid ja auch schon dort waren, hüpfen wir auch noch bei made4BOYS vorbei. »rurra!«

2.6.14

retour



wieder im traummodus. hinsehnen. der liebste erinnerungsort mir für diesmal :: wir, der croissantexpress. das »rurra« [sic!] -rufende füchslein auf meinem rücken blitzen wir auf dem klapprad die strandpromenade entlang durch die morgenfrische meeresbrise, klingeln uns zum wellengluckern freudig ins tagblau.

und während der kleine herr im mittagsschatten schläft, viel zeit für mich zum lesen. ich habe ihm zu wenig raum gegeben in der letzten zeit. ich habe es vermisst. auf risiko ein einziges urlaubsbuch in der tasche, gewonnen bei micha :: anna gavalda | »Zusammen ist man weniger allein«. das glück auf meiner seite. genau das richtige für die leichtigkeit. flüssig-süffig erzählte unterhaltungsliteratur ohne großen intellektuellen anspruch. (wie wohl es tun kann!) ein dialoggestreiftes feines märchen, einfach hineintauchen und treiben lassen. und bei jedem zuklappen aufs erneutindiehandnehmen freuen. urlaubsmodus eben.

und ich möchte ihn noch beibehalten. das salz schmecken. das rauschen in den alltag hineinflechten. retour. langsam.