24.5.14

meerträumen


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aus dem regal holen
und mit ihr
auf dem küchenboden
liegen

?

die wahlkarte schon abgeschickt
und ans meer träumen

.
.

im gepäck :: cranberrycookies.
mit kokosblütenzucker – neue liebe.

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himmelhoch jauchzend zu katja.
und bei ninja :: santé, kaffee.

23.5.14

zeit für rot




die zeit der roten hat begonnen. kirschen und erdbeeren, rosen.

seit vorgestern abend hat meine rotassoziation einen herben grundton :: »we need to talk about kevin« gesehen, großartig inszeniert, noch überzeugender gespielt, und die bilder, die bilder, all das leitmotivische rot. festgesaugt haben sie sich und verstören weiter.

und dazu mischt sich nun das früchte-beeren-rosenrot, das glückselig machende, das süße. verbrämend. beim frühstück schon nimmt der tag absprung vom kehlendruck und zwirbelt sich zum frohsinn. der blick auf der blüte. im mund der sommer.


der homöopath hats mir verraten, das rezept. zur congee-abwechslung. gut und gesund.

haferflocken, 1 esslöffel erdmandel-flocken, 1 esslöffel braunhirse. obst. und mit heißem wasser übergießen. ich ergänze – da bin ich ganz lemming – mit chia-samen. fühlt sich richtig an.

zu holunderblütchen geht der rosenkopf. und ich die erdbeeren gießen.

22.5.14

citron etc.

























*


so. so oft schon
und immer wieder.

macht auch quietschvergnügt.

und derweil holunderblütensternt es und zu überlegen bleibt
::
die flocken vielleicht so einfangen?

...

für die süßlust in der vorhabensgedankenschublade weilen die.

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und in der daneben, für die wünsche reserviert, liegt obenauf der pfeil fürs handgelenk.


während im regal die ke°pa-osterschalen ineinanderhocken.
geschmackstöner für all das gute.

°

o
h

::

die und das stille in der sprache.

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20.5.14

das füchslein trägt ...


 ..., weils das wetter endlich gut und — wie es scheint, das sonnchen — immer besser mit uns meint, nur für das foto, zur geschlechtzuweisungsfallenfrisur (it's a boy, meine lieben, wirklichwirklich) und zur vorwochenhose über strumpfhose (s. einleitendes »weil«) einen ruckizucki-häkelpulli. selbiger wird, so einfach wie schnell gemacht und nicht zuletzt da über hervorragende plüsterling-eigenschaften verfügend (s. bild ganz unten), definitiv noch öfter gehäkelt. als gedächtnisstütze für mich und als orientierung für die nachhäkelaffinen unter euch gibts unten eine kleine, hoffentlich nicht allzu unverständliche anleitung. bei unklarheiten bitte gerne jederzeit nachfragen.

































°
tutorial :: gehäkelter pulli 

material :: 

beliebige wolle und dazu passende häkelnadel, nähnadel, knopf

so gehts ::

gehäkelt wird von unten nach oben, und zwar in einem stück; zunächst in der runde. 

rumpfteil ::

für die ermittlung der luftmaschenanschlagszahl die weite eines gut passenden und als größenvorlge geeigneten vorhandenen pullis o.ä. abmessen und das ergebnis verdoppeln. die entsprechende luftmaschen (lm)-anzahl anschlagen und mittels kettmasche (km) zur runde schließen. dann runde für runde stäbchen (stb) häkeln :: am rundenbeginn jeweils zwei lm als ersatz für das erste stb, am ende jeweils mit km schließen. — so lange, bis die gewünschte länge bauchbündchen–achselhöhle erreicht ist. faden durch die schließende km ziehen und abschneiden.

oberer rückenteil + ärmel ::

eine längenmäßig für die ärmellänge (handgelenk–achselhöhle) passende luftmaschenkette anschlagen (rechter ärmel). das rumpfteil zur hand nehmen und dort, wo die arbeit vorher beendet wurde, stb weiterhäkeln – die lm-kette wird also mit dem rumpfteil verbunden und hängt vorerst einfach weg. wenn die hälfte der runde gehäkelt wurde (einmal quer über das rückenteil), die gleiche anzahl lm häkeln wie für den ersten ärmel (linker ärmel). die arbeit mit zwei lm wenden und nun stäbchen hin und retour häkeln. so entsteht der obere rückenteil mitsamt ärmeln. 

halsausschnitt ::

wenn die gewünschte gesamtlänge des pullis erreicht ist (bauchbündchen–schulterhöhe), wird der halsausschnitt gemacht. dafür zunächst unter berücksichtigung des kopfumfangs ermitteln, wie viele maschen es fürs bequeme an- und ausziehen braucht – lieber etwas weiter antragen. ein bisschen rechnen und bei der nächsten riehe nur über die ärmellänge und zusätzlich eben so weit wie für den ausschnitt stimmig im rumpfteilbereich stb häkeln. die hälfte der ermittelten halsausschnittmaschenzahl als lm direkt anfügen und an passender steller wieder über den zweiten rumpfteilbereich und den anderen ärmel stb häkeln. 

oberer vorderteil + ärmel ::

stb hin- und zurückhäkeln, bis der obere vorderteil gleich lang ist wie der obere rückenteil. dann die arbeit mit km schließen, beginnend beim einen ärmel, weiter über den rumpfteil und schließlich über den zweiten ärmel. 

fertigstellung ::

faden abschneiden. armbündchen und halsausschnitt mittels festen maschen (fm) umhäkeln. beim halsausschnitt zusätzlich auf einer seite am rückteil eine kleine lm-schlaufe anbringen. am vorderteil an der entsprechenen stelle einen passenden knopf annähen.

°
ab durch die sonne zu fräulein rohmilch, made4BOYS und dem creadienstag. einen glücklichen euch!

18.5.14

sonntagsfreude









































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Das »Jetzt« als das Beispiel

(peter handke :: Die Geschichte des Bleistifts)

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zur brezelfreude 375 milliliter milch erwärmen und 80 gramm margarine darin zerlassen. 30 gramm hefe darin auflösen. die flüssigkeit mit 750 gramm mehl und eineinhalb teelöffeln salz zu einem festen teig verkneten. den nach gefühl und zeitlicher passendheit gehen lassen, zu einer rolle drehen und brezeln daraus formen. mit ei bepinseln und mit salz, sesam oder was sonst beliebt bestreuen. im auf 210° celsius vorgeheizten backrohr etwa 10 bis 15 minuten backen.

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sonntagsfreude in michael roher-buchform zu verteilen habe ich außerdem an ::

marja | spielpause :: zu euch kommt »... 6, 7, 8, Gute Nacht«
die baumhausfee :: für dich »An Herrn Günther mit bestem Gruß!«
sonja | ars pro toto :: zu dir flattern die »Zugvögel«

macht mir selber freude. und das nächste feine virtuelle gespräch samt verlosung wartet schon.

15.5.14

couscous











































ottolenghi-kochbücher gehören, so mein eindruck, zum – im besten sinne meiner geschmacksknospenfantasie – guten küchenton; allein bei micha, bei der virtuell zu speisen mir immer aug-, herz-, kopf- und gaumenfreude ist, tauchen 15 ottolenghi-gerichte auf. wennzwar ich noch nicht in den genuss gekommen bin, in einem seiner kochbücher zu blättern, habe ich den guten herrn, als ich letztens beschloss :: so heute ist einer von drei abenden im jahr, an denen ich fernsehe, ohne dass tatort läuft, auf irgendeinem zufällig gewählten sender gesehen. und was der da kochte, das sah so deliziös aus, dass ich mir schnell zettel und stift schnappte, um mitzukrakeln, was er da tat. gleich am nächsten tag wurde nachgekocht – und was dabei herauskam ... einfach nur gut.

so das, was ich, notizen rekonstruierend und praktikabilitätsadaptierend, gemacht habe ::

couscous, mengenmäßig nach gefühl für vier personen, mit einem ordentlichen schluck olivenöl vermischt, wasser dazugegossen und ein paar minuten auf dem herd vor sich hin köcheln lassen. ein paar butterflocken darüber verteilt, mit alufolie bedeckt und für 15 minuten bei 150°c ins backrohr gestellt.

zwei zwiebeln fein gehackt und in olivenöl etwa 15 minuten angebraten. zum couscous gegeben. ebenfalls hinzugefügt :: eine handvoll rosinen, zwei gepresste knoblauchzehen, etwas kreuzkümmel, den saft einer zitrone, je eine handvoll minze, petersilie, koriandergrün und rucola (alle fein gehackt), salz und pfeffer.

250 gramm cherrytomaten ohne fett angebraten, die letzte minute eine handvoll mandelblättchen mitgeröstet und ebenfalls zum couscous gegeben.

alles gut vermengt und fini.

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mittlerweile habe ich das vollständige rezept mit präzisen mengenangaben und handlungsanweisungen auch gefunden :: hier.

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apropos bücher :: eins von drei grandiosen michael-roher-kinderbüchern kann man bis samstag noch hier gewinnen.

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13.5.14

das füchslein trägt ...



..., auf dem sofapodest in leger-souveräne, beinahe choristenhafte anleihen nehmende vortragspose geworfen, zur haarprächtigen duttaberration und zur die maienhafte r-losigkeit allen witterungsausreißern zum trotz zelebrierenden barfüßigkeit nebst da bereits vorgeführtem upcycling-t-shirt eine via schnittmusterlicher beinverkürzungsfaltung und hosentaschenumformung zur knickerbocker respektive pumphose abgewandelte frida aus (in wahrheit farblich deutlich weniger grell ausfallendem) feincord und mit seiner freude daran mindestens sieben saftige quäntchen zum mutternähglück bei. im übrigen :: liebe sonne, du darfst dich gern wieder einmal dauerhafter zeigen und deiner wadlwärmeraufgabe nachkommen.

die freiheit devisenhaft hochhaltend, hopsen wir, wolkendeckeneinkuschelung hin oder her, unerschrocken durchs regengetropf, und auf gänsehautfüßchen auf ein paar augenblicke zu den creadienstagswerklerinnen und made4BOYS. ploppplopp.

und dann lesen wir wieder weiter in michael rohers wundervollen büchern. drei davon gibts zu gewinnen :: da.

10.5.14

ulma proudly presents samt giveaway ...



... den fantastischen ...





»sand unter den füßen statt schnee« (text: elisabeth steinkellner) | postkarte. 90 jahre jungbrunnen
























wie das mit dem bildersehen und dem verlieben bei mir so ist, das wisst ihr ja schon. und jetzt ist es wieder passiert. bei éva entdeckt und peng! da gibt es doch tatsächlich einen, der macht kinderbücher, dass man in ein wort- und bildgebautes poesiekaleidoskop gefallen zu sein meint – und ich merke über jahre nichts davon! der lektürenach- und aufholbedarf also dringend und groß :: »...6, 7, 8, Gute Nacht« wanderte am erhellungstag noch in füchsleins bibliothek, nistete sich beim ersten durchblättern schon ein in aug, ohr und herz und schaukelt sich mit jedem neuen zurhandnehmen (ich bekenne :: wir tun es mehrmals täglich) mehr und mehr ins glücksgemüt (und füchsleins herausgehörtes energisch-freudiges »bohnebohne!« hat sich schon zu einem geflügelten familienwort aufgeschwungen)

und die nächsten michael roher-bücher liegen schon bereit; von denen gibt es zum glück eine ganze menge. in fünf verlagen sind sie erschienen und … trommelwirbeltrommelwirbeltusch! … drei davon – jungbrunnenpicus und °luftschacht – haben mir je ein buch zum verlosen an euch zur verfügung gestellt! im jungbrunnen gluckert »An Herrn Günther mit bestem Gruß!«, der picus morst artverwandt »Zugvögel« in die baumkrone und im luftschacht baumelt besagtes »... 6, 7, 8, Gute Nacht«.




»Wer stahl dem Wal sein Abendmahl?«


aber moment noch, retour ::

wer michael roher ist, das kann man eckdatentechnisch vielerorts nachlesen; über das wie geben seine texte und bilder einige auskunft. aber mir war nach mehr davon zumute und also habe ich mir ein herz gefasst (das meine nämlich und es vorübergehend auf den kopfpolster gelegt, auf dass sein zögern meinen entschluss nicht störe) und ihn um ein kleines virtuelles gespräch gebeten. und er war einverstanden. (an dieser stelle sei mir ein kleines JUHU erlaubt, ich hab mich sehr tapfer zurückgehalten bis hierher.) was er sagt, das ist so gut, so sympathisch – das bekommt ihr hier jetzt buchstabe für buchstabe serv- und präsentiert. lieber michael, hab tausend dank. manege frei!

+. wie bist du zum zeichnen, allgemeiner: zum bildermachen gekommen? war es für dich immer schon wichtig? hat es vielleicht auch eine bestimmte funktion erfüllt?

Zeichnen hat mich eigentlich mein Leben lang begleitet. In meiner Jugend habe ich viel Comics gemacht - zum Teil mit einem Freund gemeinsam. Ich kann mich an Sommerferien erinnern, die ich zum Großteil zeichnend verbracht habe - das hatte schon eine Art Fluchtfunktion. Familiär war das eine schwierige Zeit und die Bilder waren mein Schlupfloch.



»... 6, 7, 8, Gute Nacht«
























+. wie hast du es professionalisiert?

Ich habe immer wieder mit dem Gedanken gespielt, diese Leidenschaft auch zum Beruf zu machen, auch mein Umfeld wollte mich sehr dazu ermuntern, eine Ausbildung in diese Richtung zu machen. Ich habe mich aber gegen eine grafische Ausbildung entschieden, weil ich einerseits überhaupt nicht gerne am Computer arbeite - ich mag es, das Material, mit dem ich arbeite, angreifen zu können, den Stift am Papier kratzen zu hören, die Farbe zu riechen und auch die Vorstellung von einem Original, das auf diese Weise entsteht. Andererseits hatte ich auch Angst, dass ich als hauptberuflicher Grafiker dann auch Aufträge annehmen muss, die mich überhaupt nicht interessieren, einfach nur des Geldes wegen.Somit habe ich mich dann für eine sozial- und spielpädagogische Ausbildung entschieden, das Zeichnen aber nie als Hobby vernachlässigt.
Im Rahmen meiner Ausbildung gab es dann die Möglichkeit, als Diplomarbeit ein Kinderbuch zu schreiben und zu illustrieren, was mir großen Spaß gemacht hat, sodass ich Lust bekam, weitere Bilderbücher zu machen. Es sind dann in regelmäßigen Abständen Werke entstanden, für die ich allerdings nie einen Verlag gefunden habe. Das war schon frustrierend, immer diese Absagen und irgendwann habe ich aufgehört, Sachen an Verlage zu schicken und meine Bücher stattdessen selber in Kleinstauflagen produziert. Mit dem Buch »An Herrn Günther, mit bestem Gruß« (der Text stammt von meiner Freundin Elisabeth Steinkellner) haben wir es dann nochmals versucht und tatsächlich hatte der Jungbrunnen Verlag Interesse. Kurz darauf habe ich mit »Komm!« (mittlerweile erschienen unter dem Titel »Papilios Welt« im Picus Verlag, Text von Elisabeth Steinkellner) den DIXI-Kinderliteratur-Preis und mit »Fridolin Franse frisiert« den Romulus Candea Preis gewonnen. Das war gewissermaßen der Startschuss dafür, die Illustration tatsächlich zum Beruf machen zu können.



»Ein Rucksack voller Sand« (text: elisabeth steinkellner)






















+. du arbeitest mit unterschiedlichen techniken bzw. materialien. was macht für dich jeweils ihre besonderheit aus und gibt es welche, die du bevorzugst?

Prinzipiell arbeite ich analog, also ohne Computer. Das hat für mich einfach einen besonderen Reiz. Außerdem verwende ich meistens Collage als Grundtechnik, weil ich dadurch noch viel herumschieben, komponieren und probieren kann, bevor ich mich festlegen muss - der Nachteil am Analogen ist ja, dass man nicht einfach auf "Rückgängig" klicken kann. Weiters mag ich feine Linien und interessante Strukturen, weshalb einerseits Fineliner und andererseits Drucktechniken (v.a. Monotypie) und die Verwendung von getrockneten Blüten oder Blättern in mein Repertoire gehören. 

+. welche rolle spielt die digitale (nach)bearbeitung für dein arbeiten?

Keine. 

+. dein vordergründig verspieltes verfahren mit sprache zeitigt mitunter beeindruckende poetische kraft. würdest du sagen, es ist mehr der spieltrieb, dem sich das verdankt, oder ist der umgang mit dem geschriebenen wort etwas, das dich schon zuvor beschäftigt hat?

Lustigerweise tu ich mir wesentlich schwerer damit, mich als Autor zu bezeichnen als als Illustrator, aber zu deiner Frage - ich glaube im Fall der Kinderbücher steht der Spieltrieb im Vordergrund. Aber, ja, ich mag Sprache und ich bewundere Menschen, die mit wenigen Worten Stimmungen erzeugen können und deren Sätze zu Melodien werden, die man immer und immer wieder lesen möchte.



Gli animali, gli uomini e la gratitudine | »Zwischen türkisen Tapeten« (text: elisabeth steinkellner)

























+. im rückblick scheint oft eines aus dem anderen zu wachsen usf. siehst du die entwicklung deines stils als kontiunuum oder gab es irgendeinen punkt, an dem eine entscheidende weiche gestellt wurde? welche (künstlerischen) einflüsse und anderweitigen inspirationsquellen waren bzw. sind für dich von besonderer bedeutung? und gibt es sujets, die du bevorzugst?

Die Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, weil ich lange (und auch jetzt noch mitunter) das Gefühl hatte, keinen Stil zu haben. Dadurch, dass ich nie eine Ausbildung gemacht habe, war ich immer darauf angewiesen, genau hinzusehen,wie andere das machen, und dann zu experimentieren und versuchen, das Beobachtete in meiner Bildsprache umzusetzen. Dadurch habe ich das Gefühl, meine Bilder sind oft sehr gefärbt, von Arbeiten, die mich in dem Moment inspiriert und beeindruckt haben, wie jene von Linda Wolfsgruber, Beatrice Alemagna, Valerio Vidali oder auch Wolf Erlbruch. Ein einschneidender Moment war aber sicher mein Besuch der Bologna Children's Book Fair, weil ich dort mit einer Fülle von genialen Illustrationen konfrontiert war und eine Art Aha-Erlebnis im Bezug auf was alles Bilderbuch sein kann erfahren durfte. Das Ergebnis dieser Bolognareise war »…6,7,8, Gute Nacht« (Luftschacht Verlag) - ein Buch, das in seiner Bildsprache wesentlich "erwachsener" war als meine bisherigen Arbeiten. Das war eine Art Herzensprojekt und vereinigt meine Vorliebe für das Spielerische (es sind ja gereimte Texte) mit dem Fantastischen. Letzteres ist etwas, das mich an der Illustration besonders fasziniert - am Papier sind Unmöglichkeiten wie fliegende Elefanten plötzlich nicht mehr oder weniger Realität wie alles andere. 


»Herr Lavendel«



























+. es gibt da dieses bild, dass künstler_innen ihre arbeit immer gern tun oder gar eine innere notwendigkeit, eine art drang dazu verspüren. würdest du sagen, dass das auf dich zutrifft?

Ja. 

+. wie sieht ein arbeitstag bei dir aus? haben das zeichnen und das schreiben einen ganz bestimmten zeitort darin?

Prinzipiell liebe ich den Work-Flow, also wenn ich wirklich in die Arbeit eintauchen und von früh bis spät vor mich hinwerkeln kann. Für »…6,7,8, Gute Nacht« zum Beispiel habe ich mich mehrere Tage lang kaum aus der Wohnung bewegt und war fast permanent bis in die Nacht hinein am Arbeiten. Seit unser Sohn auf der Welt ist, hat sich diesbezüglich natürlich einiges verändert. Nachdem nun um 7 Uhr Tagwache ist, sind Nachtschichten sehr selten geworden und auch tagelange Klausur undenkbar. Ich nutze die Zeit, wenn unser Kind im Kindergarten ist bzw haben meine Freundin und ich Arbeitstage vereinbart. So geht es ganz gut. Ich mache etwas weniger Bücher, dafür habe ich Zeit für meine Familie.

+. gibt es einen bestimmten modus operandi, mit dem du an ein buch herangehst? was ist zuerst da – text oder bild? oder die gesamtidee?

Sehr unterschiedlich. Zuerst ist da die Idee, aus der sich alles entwickelt. Das kann ein Bild sein, eine Situation, ein Satz, ein Thema, das mich beschäftigt. Oft greifen die Ideen auch ineinander. Zum Beispiel bei meinem Buch »Zugvögel« (Picus Verlag) war mir sowohl das Thema Migration ein Anliegen, als auch das Bild von Menschen, die in Vogelmanier auf Hochspannungsleitungen sitzen.



»Ein Rucksack voller Sand« (text: elisabeth steinkellner)






















+. du hegst eine besondere liebe zum zirkus. woher kommt sie und was ist es, das du so besonders daran magst?

Ich arbeite in einem Kinder- und Jugendzirkus in Wien (Circus KAOS). Insofern ist Zirkus Teil meines Lebens und Alltags. Aber die Faszination für den Zirkus habe ich schon immer gespürt. Vielleicht ist es die Tatsache, die ich auch an der Illustration so mag, dass in dieser Welt des Zirkus'  die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasie verschwimmen und das Spiel als zentrales Element. 

+. und noch ein paar klassiker :: 

.:: ein besonders empfehlenswertes buch?

Ich mag die Bücher von Tamara Bach, vor allem »Marsmädchen« und »Jetzt ist hier«.

.:: gute arbeitsmusik?

Sehr unterschiedlich. Von Damien Rice bis Theatre of Tragedy - je nach Stimmung.

.:: welches essen wünschst du dir heute? 

Grießnockerlsuppe, Gemüselasagne als Hauptspeise und als Nachspeise Pistazienpudding
(bin Vegetarier)

.:: welche kleidung trägst du am liebsten? 

bequeme



»Wer stahl dem Wal sein Abendmahl?«






























.:: überhaupt: was magst du gerne?

Wald und wie es da riecht, Gitarre spielen und dazu singen, Zirkus, Katzen, weil die so schön schnurren, den Geruch von Kaffee, Lavendel, Flüsse, Zeichnen, Sommerregen, faule Sonntage, alte Kinos und Filme, die man sich da drin anschaut, Gummizeug, laue Abende im Park und von irgendwo schwappt Musik her und vielleicht hat wer ein Feuer gemacht und das knistert schön. 

:::

stillepostalisch flüstere ich allen, die mit um das feuer herum hocken, ganz leise zu :: wer eines der wunderschönen bücher von michael roher gewinnen will, der stimme bis samstag, 17. mai, 23:59 uhr, im kommentarfeld summend ins knistern ein. und wer mag :: favoritennennen gilt auch. (anonyme kommentare werden nur bei angabe der e-mail-adresse berücksichtigt.) pstpst und weitersagen!


— danke, michael, danke, jungbrunnenpicus und °luftschacht —


(alle bilder :: michael roher)

9.5.14

freitagsrätsel



heute stelle ich bei bimbambuki eine freitagsrateaufgabe – die bienchenchance lebt für alle mitrater_innen. frohes nussknacken! (ist eine recht weiche.)

7.5.14

kurz+bündig :: ein hoch auf die körpermilch


hier hab ich ja schon über die ringana körpermilch (links oben unter produkte > körperpflege) geschrieben. aber jetzt muss ich noch einmal eine lanze für sie brechen, weil ich so so überzeugt von ihr bin.
die körpermilch liefert für mich den ultimativen beweis, dass erdöl die haut nur von außen glatt erscheinen lässt, sie in wahrheit aber versiegelt und ihre austrocknung weiter vorantreibt*, während pflanzenöle wirklich in die haut eindringen und dort etwas gutes bewirken ::

ich habe unheimlich trockene haut, immer schon. staub.trocken – so sinnfällig dieses wort. es half nur tägliches schmieren; besser noch mehrmals täglich. und dann hab ich mir die ringana körpermilch gekauft. nach nur wenigen anwendungen der reichhatligen wasser-in-öl-emulsion mit avocado-, jojobasamen- und macadamianussöl, sheabutter, kamille, aloe vera und anderen naturkostbarkeiten wurde meine haut samtig weich und geschmeidig – und zwar nachhaltig. das heißt, es reicht mittlerweile völlig, wenn ich mich nach jedem zweiten mal duschen damit eincreme; meine haut bleibt zart und frisch.





meiner erfahrung nach einzige voraussetzung dafür :: anfänglich konsequent schmieren – auch wenns ein wenig mühsam ist, weil durch den hohen anteil an pflanzenölen und den verzicht auf silikone die verstreichbarkeit nicht in dem maße gegeben ist, wie wir das von herkömmlichen körperlotionen gewohnt sind. es lohnt sich so.

* genaueres zum dahintersteckenden mechanismus hab ich hier geschrieben (das kursiv gesetzte)

auf die ringana-muttertagsaktion sei noch schnell hingewiesen :: allen bestellungen über € 150,– legt ringana kostenlos ein öl-pflegebad mit rosenblütenöl (limited edition), verpackt im bio-baumwoll-waschhandschuh, bei. die aktion dauert bis 12. mai, 10 uhr, solange der vorrat reicht.



falls ihr fragen habt, sei es zu den produkten oder zum partnerprogramm, genügt ein klick auf das brieflein in der sidebar links, ihr wisst ja bescheid.

p.s.: selbst nicht facebookerin habe ich hier noch einen hinweis für alle diesbezüglich bewanderten :: fürs ebendortige ringanaliken erhält man einen € 5.00-ringana-gutschein, den man bei einer bestellung im shop einlösen kann.

6.5.14

das füchslein trägt ...



... neuerdings tattoos. favorisiertes motiv :: lastwagen & bagger. (eine schaufel = mindestanforderung an jedwedes gefährt. und zelte haben übrigens auch schaufeln, solltet ihr das noch nicht gewusst haben.) schön langsam werde ich zur expertin.

3.5.14

kreise von oben


















































fertiggestillt.
bonjour caféine, wir haben uns wieder.
olè :: au lait
milchlastig langsames herantasten
heranschmecken
heraus aus einem der selbstgemachten
(und papaglasierten – wer einen keramikmagier zum vater hat, hat leicht plustern)
henkellosen.

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leise rieseln blüten
und auch wieder zuckerkristalle.
letztere über den lang erwarteten rhabarber,
luftspringförmlich eingekreist so::ptimal.

.

und den kreis schließen mit dem oben 
::
seit coffee & cigarettes am liebsten mit anstoßen
(und jim jarmusch und ich, wir teilen uns den geburtstag, cool hm?)
vielleicht im kranz
auf die überschaubarkeit
von kreisen von oben
zum beispiel

1.5.14

zum ersten mai zum xten mal



im vorigen jahr gabs einen mairock, heuer geliebtestes chili sin carne in vom osterhasen gebrachter ke°pa | 13. (ich glaube, wir sind bei 13 ...; mehr papakeramik hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier, außerdem hier und hier und hier und hier und von anfang an verstreut versteckt.) ein festessen; geht jeden tag. alltagszelebrierend. Дружба, mes chères.