29.11.13

lässigsein ...


... kann man nicht lernen, sagt der monsieur.





könnte was dran sein.

wir sind dann mal helmperlhühner ausliefern, der lässige typ und ich. habts gut.

wer möchte und noch nicht hat: die wortspieltalerverlosungsteilnahme geht noch bis 3. dezember mitternachts.

28.11.13

indisch kochen, indisch essen



ganz ganz ganz ganz ganz oben auf der wirkönntenesjedentagessenliste steht bei uns derzeit ein in diesem wegen eines anderen rezepts geliehen bekommenen und mittlerweile selbst erstandenen buch rezeptiertes auf die indische art freude auf und in den gaumen zauberndes gericht: gelbes dal mit rosinenreis und zimttomaten. so lange schon möchte ich es unbedingt teilen mit euch, aber weil wir eine abendkochundessfamilie sind und es, wenns endlich so weit ist, längst schon dunkel ist und da das fotografieren sehr ungünstig ist (dreimal ist so knapp hintereinander, das hat ja rein wortklanglich schon beinah was freudsches), hab ichs immer wieder verschoben, bar jeder wahrscheinlichkeit wohl hoffend auf einen verspäteten sonnenuntergang. schließlich hat mir jetzt beim auftellern der köstlichkeit aber doch die einsicht über die schulter geschaut und mir von hinten auf eben diese getippt und also gibt es ein kunstlichtfoto, aber dafür auch endlich das rezept in leicht abgewandelter form und hochgerechnet auf vier portionen: (ach ja, und schön angerichtet sieht anders aus, ich weiß, aber der gusto, der gusto ...)

15 g frischen ingwer schälen und sehr fein hacken. 2 kleine karotten ebenfalls schälen und in etwa 3 mm große würfel schneiden. etwas ghee (oder auch einfach öl) erhitzen, ingwer und karotte zugeben und unter rühren 3 minuten andünsten. 240 g rote linsen waschen und hinzufügen. mit 600 ml wasser aufgießen und aufkochen lassen. mit je 1 teelöffel kurkuma und kreuzkümmel würzen und bedeckelt etwa 40 minuten auf kleiner flamme garen. am ende der garzeit mit salz und pfeffer abschmecken.

60 g rosinen in warmem wasser einweichen. etwas ghee (oder eben wieder öl) in einem topf erhitzen, 240 g basmatireis darin unter rühren glasig werden lassen und mit 600 ml gemüsebrühe ablöschen. aufkochen lassen und zugedeckt bissfest garen. (meiner ist irgendwie etwas gatschig geworden diesmal ...) fertig gekochten reis mit 1/2 teelöffel kardamom würzen, die rosinen abgießen und unterrühren.

von 500 g kleinen tomaten die stielansätze entfernen. die tomaten kurz überbrühen und häuten. in einer pfanne 1 guten esslöffel ghee (oder butter) erhitzen. 4 esslöffel tomatenmark darin unter rühren anrösten und mit etwas wasser glattrühren. die tomaten zugeben und andünsten. mit 2 teelöffeln honig, 1/2 teelöffel zimt, salz und pfeffer würzen und bei schwacher hitze etwa 10 minuten ziehen lassen.

rezeptgemäß gehören noch ein paar gehackte blätter koriandergrün oben drauf — hab ich nie zu hause, hab ich noch nie gemacht, hat mir noch nie gefehlt. aber wer weiß ...

susi jirkuff // via

rezepte mit vielen zutaten und kochschritten lassen mich übrigens immer mich ehrfürchtig abwenden. für alle, denen es ähnlich geht: das sieht jetzt nur auf den ersten blick so aufwendig aus, ist de facto aber wirklich schnell gemacht; geradezu unverhältnismäßig mit blick auf den genuss. ehrlich. und, für die eine oder den anderen vielleicht auch gut zu wissen: füchsleinkinderkrippenkolleg(inn)enerprobt!

frohes kochen. frohes essen. rasawath aharak.

wer möchte und noch nicht hat: die wortspieltalerverlosung geht noch bis 3. dezember mitternachts — klick.

26.11.13

das füchslein trägt ...



... nebst deutlich an den anderen großen models der welt anleihe nehmendem desinteressiert-lässigem ausdruck im gesicht keinen gips mehr, nichts (!) in der hand und zur coolnessbedingten verkühlprophylaxe einen neuen füchsleinomagestrickten dufflecoat. einen solchen gab es in einer olivgrüngetönten variante schon mal hier (wobei ich euch in sachen farbigkeit zugegebenermaßen so einiges auftischen könnte). und es gibt ihn immer noch, so ganz grundsätzlich. dazu nur: der monsieur wäscht gern recht heiß und alles, was gerade in reichweite ist.

wie gut, dass meine mama von kindeshandarbeitshänden an eine begnadete stricknadelakrobatin war und ist. und :: jetzt kommt die gute nachricht für alle stricker/innen, trara: sie hat eine kleine strickanleitung geschrieben (womöglich in weiser voraussicht, man weiß ja nie, wo die jacke beim nächsten monsieurinitiierten waschgang gerade liegt). inspiriert ist das kapuzenjackerl übrigens vom im weltweitgewebe gefühlte tausend kinderlein wärmenden debbie bliss-dufflecoat; wobei die inspiration eine rein optische war, der rest ist strickkönnerinnenreimerei. danke, mama. da legt sogar das füchslein jegliche modeletikette ab und erfröhlicht in vertraut juhuender manier.





























°°° einen dufflecoat stricken :: so °°° (ca. größe 92)

°°° material °°°

5 knäuel kattia basic merino
nadelstärke nr. 4

die jacke wird kraus rechts gestrickt

°°° rückenteil °°°

55 maschen (= 30 cm) anschlagen und im grundmuster bis zu einer höhe von 23 cm stricken. für die armlöcher in den folgenden vier reihen (für das rechte armloch in der hinreihe, für das linke in der rückreihe) 3, 2, 1, 1 masche/n abnehmen. 11 cm weiterstricken, dann die mittleren 21 maschen auf einem hilfsfaden stilllegen. die schultern in zwei schritten à 5 maschen abketten.

°°° erstes vorderteil °°°

38 maschen anschlagen. wie beim rückenteil 23 cm bis zum armloch stricken und 3, 2, 1, 1 maschen abnehmen. 7 cm weiterstricken, dann auf der dem armloch gegenüberliegenden seite 11 maschen stilllegen. von den verbleibenden maschen für den halsausschnitt auf derselben seite 3, 3, 2, 1 maschen abketten. mit den restlichen 11 maschen weiterstricken, bis die höhe der schulterabnahme des rückenteils erreicht ist und in zwei schritten abketten.

°°° überlappendes vorderteil °°°

hier werden die knopflöcher (insgesamt 4 x 2) gearbeitet, und zwar nach 3 cm und dann dreimal nach jeweils 7 cm: jeweils 1 randmasche + 3 maschen stricken, 3 maschen abketten, 8 maschen abstricken, 3 maschen abketten und die reihe fertig stricken; in der rückreihe jeweils an den stellen, an denen in der hinreihe 3 maschen abgekettet wurden, drei maschen anschlagen.

ansonsten wird dieses vorderteil gleich wie das erste gestrickt.

°°° ärmel °°°

32 maschen anschlagen und bis zu einer höhe von 26 cm stricken, dabei verteilt insgesamt 12 maschen (6 x 2) zunehmen. dann auf jeder seite 3, 2 und in der folge fortlaufend jeweils 1 masche abnehmen, bis nur noch 14 maschen verbleiben. rechts und links jeweils 3 maschen abketten, dann die restlichen 8 maschen.

°°° kapuze °°°

die 11 stillgelegten maschen des ersten vorderteils auf eine nadel legen, aus dem halsausschnitt des vorderteils 18 maschen bis zur schulter und aus dem halsausschnitt des rückenteils 5 maschen aufnehmen, die 20 maschen des rückenteils auf die nadel legen, symmetrisch zur ersten seite nochmals 5 und 18 maschen aufnehmen und die 11 stillgelegten vom zweiten vorderteil auf die nadel legen = 88 maschen

24 cm stricken, dann die aschen auf zwei nadeln aufteilen. von jeder nadel je eine masche nehmen und miteinander abketten.

die teile zusammennähen, die fäden vernähen, knöpfe annähen.

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° 

ich selbst habe mich im übrigen recht prominent und hochanspruchsvoll im allerletzten arbeitsschritt in die jackenproduktion eingeklinkt: mittels knopfannährei (nicht zu vergessen die vorausgegangene unvergleichlich schwierigere -wählerei). damit trumpf ich jetzt ein wenig beim creadienstag auf. und bei made4BOYS.

zu allerbester letzt :: tausend dank für all eure überwältigend lieben worte. ihr seid solche glücklichkeitszauberinnen. danke. wers noch nicht gesehen hat: zur bloggeburtstagsverlosung gehts hier. und zu den letzten paar helmperlhuhnkalenderexemplaren beim körnerpickenden hühnchen in der sidebar links (gut zu wissen für alle deutschen leser/innnen: bis donnerstag, 28.11.2013 bestellte/bezahlte kalender kann ich noch zu günstigeren versandkonditionen verschicken).

habt es warm, ihr lieben!

23.11.13

     :. 1 .:






































zelebrieren. was ist.

seit einem jahr hier. und das mit post # 200. unbeabsichtigt. beabsichtigt aber — weil zu einem anständigen geburtstag schließlich ein solcher gehört — mit einem lieblingskuchen. das rezept stammt ursprünglich von hier, adaptiert von mir so:

mit einem 250g-joghurtbecher als maß je 1 becher naturjoghurt (3,6 %), dinkelgrieß, dinkelvollkornmehl und rohrohrzucker verrühren. einen 3/4 becher rapsöl, 1 el weinsteinbackpulver und 3 el geriebene mandeln unterrühren; ebenso 2 äpfel, geviertelt, geschält und in kleine scheibchen geschnitten. den teig in eine befettete form füllen und bei 200° C etwa 30 minuten backen. den saft einer zitrone mit 1/2 becher wasser vermengen und über den heißen kuchen gießen. nochmals für 10 minuten ins backrohr schieben.

gerade richtig zum saftigkeitzelebrieren. seit jahren immer gern zuhören: ihm. weil er immer passt. und mir von zeit zu zeit die frage aller fragen stellen.

::  :::

ein anlass zum bloggedankenniederschreiben und -teilen eigentlich, wie zum beispiel gerade erst okka so gut, das kleine jubiläum // jubilierumlarum. aber mir steht der sinn einfach nicht danach. und so belasse ich es beim jubilieren und dem vorsatz: weiterzelebrieren. fürs erste.























zum beispiel :: revidierbarkeiten zelebrieren. zum nichtvergessen möchte ich einer (oder gar einem?) von euch den WSAKE-ulma-kooperierten »fürs erste«-wortspieltaler schenken. der ichwürdemichdarüberfreuenbekanntgabemodus in all seiner unüberraschendheit: hier kommentarhinterlassend (bei bloglosigkeit frohbotschaftübermittlungshalber bitte unter angabe der e-mail-adresse). fingerkreisend über dem kalender, augen zu, touché: bis zum 3. dezember, wenn er hinüberschwappt in den 4.

danke, dass ihr hier seid, so, wie ihr seid. danke.

21.11.13

der helmperlhuhnkalender 2014 ist da!



man gackerts bereits von allen dächern:

endlich ist es so weit
das helmperlhuhn ausflatterbereit

13 bleistiftzeichnungen, gedruckt im feinen a6-format auf schwerem, naturweißem, säurefreiem papier. von hand klebegebunden und mit bildaufhängeöse versehen. bäuchlings beschleift mit einem wachfuchs, auf dass kein hühnchen davonfedert.


mit dem koketten helmperlhuhn
durch das jahr zwanzigvierzuhn

für € 18.00 + versand* schwingt sich die papierne begleitung in die postalischen lüfte, auf zu allen perlenzählvorfreudigen hühnerstallbesitzer(inne)n und solchen in spe. weil ichs noch immer nicht geschafft habe, ein lädchen einzurichten, bestellung am besten via mail — das brieflein links führt direkt zu mir.

*) innerhalb österreichs für einen kalender € 1.50
    ins eu-ausland & die schweiz € 4.50

ich geh dann mal hühnerfüttern und wünsche allseits einen formidablen donnerstag.

19.11.13

das füchslein trägt ...



... triumphierend die heiß in selbige ersehnte, gleichsam als übermutkapriolenbremse übergebene goldene kugelkerze in händen und kopfwärts das flämmchen dazu — eine mit kosmosantenne versehene ohrenwarmhaltehäkelhaubenkreation, physiognomisch gelandet irgendwo zwischen mongolischer reitermütze, rotearmeekappe, pickelhaube und teletubbieskopfbewuchs. das füchslein, wie auch immer, der dankbare zwerg, mag sie.


und die antenne funktioniert übrigens hervorragend — lächelnde mitmenschenblicke wandern punktgenau ins füchsleingemüt. in diesem sinne: jedem wesen seine antennenhaube!

wir funken das gleich mal weiter an fräulein rohmilch, made4boys, mizoal (mit glückwünschen zum 100erjubiläumscreadienstag) und, weil eine antitarnkappe mit eingebauter freund-&fröhlichkeitsmagnetantenne (retrospektiver arbeitstitel) fraglos heldenpotenzial birgt, auch noch an roboti liebt.

17.11.13

guten tag, du leben













































Man muss sich die Stunde klar machen.

(ilse aichinger, 1955)



und das leben feiern.

      gestern
                                heute
                  °
                       °°
              °              °
                     °
                morgentau


ihm blumen streuen. und vom wind tragen lassen zum lebensfest. in die woche gesetzt von eni. frohsinnig hin! und feiern.

14.11.13

mit äpfeln schlankeln



irgendwie sind wir uns nie recht einig,  das ostarrichi-wörterbuch und ich: schlankeln heißt für mich ja eigentlich schlenkern; aber bitte. apfelschlankeletymologisch bin ich aber leider überfordert; erschwerend kommt hinzu, dass parallel die form apfelschlangel existiert. allerdings: wenn man mit äpfeln so herumschlankelt, dann, ja dann kann es passieren, dass man, wenn man ein paar andere zutaten sich auch noch hinzuschlangeln lässt, plötzlich vor lauter geschlankel und geschlangel eine formidable apfelsüßspeise gezaubert hat. und wenn man sich die dann in den mund schlankelt oder sie sich gar selber dahin schlangelt, dann wird man vermutlich nicht sehr schlank und auch nicht in physiognomie, charakter oder habitus schlangenhaft, aber schmecken tuts einem ziemlich sicher.

für alle, die es selbst probieren wollen, hier das apfelschlankel-rezept frei nach tante resl:

450 g mehl mit einem 3/4 päckchen backpulver vermengen. 105 g kalte butter (in kleinen stücken), 120 g staubzucker, 1 ganzes ei, 9 el milch und 1 prise salz dazugeben und alles zu einem mürbteig verschlankeln. den kalt stellen und in der zwischenzeit äpfel (mengenmäßig je nach apfeligkeitswunsch, ich hab schätzungsweise ein kilo verwendet) entkernen, schälen, vierteln und in kleine plättchen schneiden. mit etwas zitronensaft beträufeln und die schale einer zitrone, gehobelte und geriebene mandeln, rosinen, zimt und kardamom daruntermischen. den teig in zwei hälften teilen und dünn ausrollen. die eine hälfte auf ein mit gebuttertes backblech legen, die äpfel darauf verteilen und die zweite teighälfte darüberlegen. mit ei bestreichen und bei 180° C (vorgeheizt) etwa 25 minuten backen.

schlankelt sich warm wie kalt hervorragend. in ulmamanier freilich am liebsten beschlagoberst.


ach, und apropos wörter (so ganz zur abwechslung mal ...): ich finde es so grandios, das hier. frohes grübelraten.

12.11.13

einen möbiusloopschal häkeln :: so



hier nun also endlichendlich die längst schon angekündigte anleitung für den übrigens möbiusschleifisch angelegten und mithin der strukturmonotonie kreuz- und quergeripp entgegensetzenden gehäkelten loopschal für füchslein- und andere kinderhälse. kulturtechnikweitergabegemäß war es meine mama, die mir gezeigt hat, wie man ihn macht; und die medienzeitalterräuberleiter bekraxelnd jetzt eben ich hier für euch und/oder so.

woll- & häkelnadelwahl nach lust, geschmack, verfügbarkeit.

°°° 1 °°°
eine ca. 90 cm lange luftmaschenkette häkeln, wenden; auf dem rückweg in jede zweite luftmasche ein stäbchen häkeln, für jede übersprungene luftmasche eine luftmasche häkeln (also: stb, lm, stb, lm usf.)

°°° 2 °°°
damit eine möbiusschleife entsteht, das so fabrizierte häkelband nun einmal in sich drehen und mittels kettmasche zum kreis schließen

°°° 3 °°°
nun nach demselben schema in runden weiterhäkeln, und zwar beginnend in der anfangsluftmaschenkette; in den folgenden reihen die stäbchen aber als reliefstäbchen häkeln, d. h. nicht in die stäbchen unterhalb (also genauer und so dass man gar nichts versteht: nicht in die die stäbchen der reihe unterhalb oben beschließenden luftmaschen) einstechen, sondern von hinten um die stäbchen selbst herum häkeln — so wie hier beschrieben. nach belieben die farbe wechseln (anfangsfaden markiert rundenanfang bzw. -ende)

°°° 4 °°°
wenn der schal die gewünschte breite erreicht hat, die arbeit am rundenende mit einer kettmasche beschließen und die fäden vernähen

und halseinloopeln. als strangulierschutz (loops machen mir diesbezüglich immer ein wenig sorgen) zum beispiel noch irgendwo ein etwa 15 cm langes luftmaschenbändchen anhäkeln, in dessen mitte, sodass man beide enden durch zwei löcher im muster der anderen schlaufe ziehen und miteinander verknoten kann. oder auch einfach einen passenden knopf annähen.

und weil mich loop gerade an den lupus denken lässt und daran, dass ich gar nicht dafür bin, dass homo homini lupus, und weil ich es überhaupt mehr mit dem füchslein hab als mit dem wolf und die welt dringend mehr profunde weisheiten braucht, sei sentenzenhaft notiert: loop vulpeculai loop. der loop ist dem füchslein loop. auf die weisheit!

mit rechtsfüßig gipsbedingt nackten zehen, dafür aber warm eingelooptem hals humpelnd zu fräulein rohmilch, mizoal, made4BOYS und meitlisache.

11.11.13

das füchslein trägt ...



... seinen patschen im mund
aus gutem gipsfußgrund.



unerschütterlicher frohsinnsfreund, der es ist, findets aber auch einen geknacksten mittelfußknochen noch zum lachen — und, es mit dem arthur schnitzlerschen rat »lebe wild und gefährlich« haltend, die idee eines sitz- und liegegipses völlig absurd, weshalb bereits ab dem ersten tag — o-ton des arztes auf meine frage, ob auftreten erlaubt ist: »er wird ganz bestimmt nicht aufzutreten versuchen.« — holzbeingeräuschlich durch die wohnung geflitzt wird, als wär das gipschen ein neuer stiefel; zu gern freilich auch per rad, dem präferierten füchsleinfortbewegungsmittel gleich nach so gut wie jedem beliebigen verfügbaren arm; und so bizarr es ist: passiert ists nicht bei einem seiner geliebten und ganze nachmittage füllenden danny macaskill nachahmenden fahrradstunts, sondern durch bloßes irgendwodraufsteigen und wegrutschen ... wild und gefährlich eben.

morgen gibts dann, wie längst schon angekündigt, ein kleines tutorial zum halswärts getragenen häkelloopschal. frohes sein!

10.11.13

pizza al monsieur



hocherfreulicherweise teile ich mein leben seit beinahe auf den tag genau siebzehneinhalb jahren mit einem wunderbaren monsieur, der gerne und obendrein ganz hervorragend kocht. neu im repertoire: eine unheimlich köstliche pizza — fotografiert wieder einmal reichlich spät, nämlich am nächsten tag, an dem die mittlerweile unverkennbar welken rucolablätter zwar die optische frische unterminierten, keineswegs aber dem formidablen geschmackstenor abbruch taten.

das rezept dazu geht so (für zwei bleche):

1/2 würfel germ (hefe) in 1/4 l wasser auflösen und mit 1/2 kg mehl, 1 el zucker, 1 gehäuften tl salz und 2 el olivenöl zu einem glatten teig verarbeiten. während dieser geht, aus 1 zwiebel, 3 knoblauchzehen und 1 dose polpa di pomodoro eine feine soße köcheln (während meiner zeit in rom habe ich gelernt: lang lang muss sie kochen, damit sie richtig gut wird). den teig dünn ausrollen und auf zwei gefettete backbleche legen. darauf kommen dann noch (menge für beide bleche): 1 kleine dose mais, 1 kleiner becher champignongs, 1 handvoll cocktailtomaten (halbiert), für nichtvegetarier 15 dag serrano-schinken, 1 becher ricotta und gorgonzola. mit salz, pfeffer und oregano würzen und bei 200° C umluft für ca. 20 minuten ins vorgeheizte backrohr schieben; die pizze herausnehmen, 1 handvoll rucola darauf verteilen und noch einmal für 2 minuten ins rohr schieben.

köstlich, ich sags euch. danke dem mit schon zwei wortspieltalermedaillen ausgezeichneten kreidestaubsternbenimbusten ulmahäkelhaubenkoch.


dem schick ich auf diesem weg herzensgrüße in die ferne. und frage mich gerade, warum ihn das bloglovin'-manderl so skeptisch beäugt. und die pizza virtuell zu katja.

8.11.13

ulma gedruckt



zwischen papiernen geschmackvollheiten in der zweitausgabekostbarkeit des feinsinnigen und berührend schön gemachten heimat-zine(s). heftgewordene poesie, das. zum daheimhaben direkt dort oder bei printe.


und mit einer (wie die bildqualität der online-version vermuten lässt, offenbar auch in sachen auflösung) kleinen menschleinschar im lektüreempfehlenswerten dossier der aktuellen progressausgabe, dem magazin der österreichischen hochschülerschaft.

sieht gleich so anders aus, gedruckt. fremd irgendwie. und auch gut. und fühlt sich immer wieder lustig an. und gut auch, ja.

und druckbereit sind nun endlich auch meine helmperlhühner. ein wenig aufgeregt bin ich. die bildschirm-papier-diskrepanz-ungewissheit. bald sind sie fertig, die kalender!

7.11.13

ein paar herbstimpressionen



einen stadtparkspaziergang unternehmen.


laubraschelnkuscheln.


im wald maroni sammeln.


gebratene auf der parkbank jausnen.


die letzte goldstrahlige sonnenwärme feiern.

herbstleben. so einverstanden mit dem geborensein.

mehr draußensein bei nic.

5.11.13

das füchslein trägt ...



... nebst indispensablem dinkelkeks und wurfmaus in den händen einen die vorfreude angesichts der vorstellung des landens der zweiten auf dem anvisierten ziel — wassergläser geben diesbezüglich einiges her, zumal wenn sie gefüllt sind — unschwer erahnen lassenden blick und rumpflings zum novemberkältemutigen bauch- und seelenwärmen einen von einem solchen inspirierten halbarm(halbreich)raglanstrickpulli. und eine goldperlchen von einem bestrickten freut es sich auch noch darüber, das füchslein (das tuts allerdings auch, wenn man es beispielsweise fragt, ob es eine rosine haben will; und neuerdings sogar, wenn man ihm anbietet schlafen zu gehen, juhu).


so, aber zum pulli: gestrickt glatt rechts bzw. an den bündchen 2 rechts/2 links mit drops alpaca (zweifädig) und nadelstärke nr. 5 nach dem vom kongenialen strickeria-raglanrechner generierten muster (meine eingaben: halsumfang 18 cm, raglanlänge 16 cm, länge 22 cm, ärmellänge 12 cm, handgelenk 11 cm, maschenprobe 11 cm — dem füchslein passt momentan gr. 86 genau, der pulli ist trend- und ulmaselbermachgemäß etwas oversized, aber nicht zu sehr). für das halsbündchen habe ich nadelstärke nr. 4 verwendet und dieses außerdem als doppeltes, beim abketten auf der pulliinnenseite direkt mit dem bündchenanfang zusammengestricktes umgesetzt. unheimlich rasch zu stricken, beinahe noch unheimlicher freudebringend, tätigkeit und ergebnis gleichermaßen.

und weil freude immer gut ist und glücklicherweise mindestens so ansteckend wie die wieder vergnügt herumhüpfenden schnupfen- und sonstigen verkühlungsvirchen schauen wir auf einen frohsinnssprung vorbei bei mizoal, fräulein rohmlich und made4BOYS. froh zu sein bedarf es manchmal wirklich nur ein paar gestrickter maschen (und eines darin steckenden füchsleins).

3.11.13

ein plüsterling ...


o. t., 2006, tusche auf papier, 25.4 x 25.4 cm

... kommt üblicherweise, wie allgemein bekannt, ja selten allein. dieser hier tanzt fürs erste aus der reihe. mal sehen, ob die anderen nachgeplüstert kommen.

plüsterlinge. malerei und zeichnung — eine zu studienzeiten begonnene und sporadisch nach wie vor fortgesetzte werkserie. fotografisch festgehalten vor jahren, nicht in allerbester qualität, aber immerhin. dieser hier wohnt mittlerweile schon seit langem anderswo.

1.11.13

strickzeit



die geschenkte stunde. immer noch ist sie spürbar für mich. und ich genieße sie so. endlich wieder mehr strickzeit (ergebnissichtung voraussichtlich am dienstag, je nach füchsleintragelaune ...)

dazu gefunden: dieses feine video der großartigen susi jirkuff (link zur aktuellen ausstellung in der secession wien: voilà): #24 knitting aus der serie choreographies, »[...] a collection of short video loops of animated drawings of hands, feet or the whole body. Movements in general, gestures, dance figures, a short plot: all these miniatures become an archive of micro-moments which are brought back to the viewers consciousness.« (quelle)

bunte blätter, goldene sonne, frohes stricken, gutes sein. herbstglanzlichter. und im ohr so gern das bei indre entdeckte lied.