3.7.15

portofrei durch den julei



zwischen die sonnenstrahlen hindurch schnell frische naturkosmetik-nachrichten :: im juli gibts bei ringana die versandkosten geschenkt, für alle besteller_innen aus österreich, deutschland, italien, spanien, liechtenstein und der schweiz.

die optimale gelegenheit, wenn man nur mal das zahnöl, das deo, den venenspray, die sonnencreme oder sonst etwas ausprobieren möchte.

zum shop geht's über das kosmetikfläschchen in der sidebar links oder direkt hier – klick.

1.7.15

literatur literatur


teresa präauer :: aus der reihe »Maculata«, 2006. (bildquelle)

































heute beginnen die »39. Tage der deutschsprachigen Literatur«. man mag über das große bachmannpreis-wettlesen denken, wie man will, mögen kann man es auf jeden fall und sich darauf freuen auch. und dieses jahr tue ich das ganz besonders. weil nämlich eine dabei ist, die nicht nur mein leseherz tanzen lässt ::



ihr erinnert euch, hier haben wir vor einem guten halben jahr miteinander geplaudert und euch mitlauschen lassen. und heute gibt's ein video ::




unter 14 nominierten autor_inn_en werden insgesamt vier preise vergeben. einer davon ist der publikumspreis, über dessen gewinner_in allein die leser_innen via online-wahl bestimmen. ich weiß schon, wem ich meine stimme gebe, und drücke daumen, zehen und augenlider. 

29.6.15

fruchtseide


wem gärtlich beeren perlen, der hat es gut. ganz wunderbar lassen die sich nämlich f:rohköstlich verseiden. fruchtleder heißt es eigentlich, aber fruchtseide passt viel besser. so fein und transparent.

und zwitschersüß.

eigenbaubeerenlos habe ich in den obstkorb gelangt und auch unperliges herausgefischt; und zu zwei musen (so-und-so-sinnig) püriert. fürs sonnenfarbige 1 mango, 2 kleine bananen, von einer halben zitrone den saft, kardamom und galgant. fürs geerdete je 1 handvoll kirschen und erdbeeren, 1 esslöffel mandelmus, vanille und chia-samen.

dünn auf backpapier aufgetragen, sonne auf erde oder umgekehrt oder streifenweise oder kleckklecks. und lange lange wärme genießen lassen, im spaltbreit geöffneten backofen bei ca. 40° C. nach vielen stunden (nach elf davon lockte es mich ins bett) herausgenommen, vom papier geschält und nach gutdünken geschnitten, gezwirbelt, gedreht.

fürs nächste mal weiß ich :: nachtwarm ist wagbar.


schön, hm?

24.6.15

wie weiter?


bildquelle


wie weiter? – das ist eine frage, die mich immer und immer wieder beschäftigt, im letzten jahr ganz besonders, dieser tage wieder mit schneidendem nachdruck. die paralyse braucht ihren platz; ich halte es nicht für gut, vielleicht noch nicht einmal für möglich, sie aufzubrechen. aber behutsam einen bewegungshauch, ein teilchenzittern in sie zu bringen, erscheint mir wichtig. nicht eine weitere zäsur an die zäsur anfügen, auf ihre art gewaltsam, verkrampfter normalitätsoktroy, mit einem wimpernschlag retour, wohin es ohnedies keinen weg mehr gibt. einen ganz bewussten wendepunkt zu setzen, der nicht wegschiebt, sondern das geschehene integriert, in all seiner traurigkeit und unbegreiflichkeit, darin etwas wurzeln lässt, daraus etwas sprießen lässt – das sehe ich als eine möglichkeit des umgangs, eine respektvolle und gesunde.

mir schnürt es die luftröhre ab, je näher ich dem nur zehn fußminuten entfernten herz der stadt komme. nicht der feinstaub macht das dieser tage, sondern die drückende traurigkeit, die sich wie tauschwer über die orte, die menschen, das leben überhaupt gelegt hat. noch kann ich es vermeiden, dorthin zu gehen, wo ich mich sonst nahezu täglich aufhalte, zumindest durchbewege. ich war nicht dort, im gegensatz zu so vielen anderen, auch freundinnen und freunden, bekannten von mir, von uns. ich bin nicht direkt betroffen, meine lieben sind gesund, ich kenne niemanden persönlich, der verletzt worden ist. dafür bin ich in einem maße dankbar, wie es nicht der fall ist, wenn die wahrscheinlichkeit des anderen einfach aus geografischen gründen nicht zu dieser wahrnehmungsvirulenz gelangt.

ich werde demnächst eine kerze nehmen und mich dorthin begeben, sie anzünden und so einen wendepunkt für mich setzen an diesem ort, im anzünden der kerze der opfer gedenken und ihren angehörigen gute gedanken schicken und der traurigkeit ein licht einpflanzen, einen hoffnungsschimmer.

was die kerze am ort des geschehens sein soll, soll der grüne hoffnungsschriftzug auf weißem grund an diesem virtuellen ort hier sein :: eine form des »weiter«, die ihren keim hat in der erinnerung an die solidarität, an den zusammenhalt, an die menschlichkeit, an das verbindende. und ich werde mir ein weißes armband mit diesem schriftzug darauf kaufen, um die initiative »graz trägt hoffnung« zu unterstützen, ja dazu zu sagen, ein sichtbares zeichen zu setzen – als sinnbild für die unauffälligen, viel weniger augenscheinlichen und zugleich viel bedeutungsvolleren, notwendigeren kleinen gesten des miteinanders, des füreinender-da-seins, die glücklicherweise die welt durchwehen und die zu nähren wir alle bemüht sein sollten, tag für tag.

wie weiter? – im herzen tragend und auf das leben schauend, denn nur da können wir etwas tun. ich glaube, das ist meine antwort.

20.6.15


Foto © dorela_hajrizi / Instagram


...

ein feinsinniger artikel, der eine ahnung des gefühls von der wunde einfängt;
derer, die zum glück
– glück, was für ein deplatziertes wort –
wie wir nicht unmittelbar betroffen sind

rimini:re:wind




zum nachschnuppern

.

und irgendwie ist mir gerade überhaupt
nach nachhängen zumute
– tönen aus der kindheit –
z.b.

.

nach dem ziehen tief drinnen beim lesen von
réjean ducharmes »Von Verschlungenen verschlungen«

.

nach else-näherei,
so vielleicht

.

nach katt frank sowieso

.

nach sonnenblinzeln
mit der vielleicht
&
mit dem immer

ich bin so so begeistert von dem sonnenschutzbalsam, wirklich
am allerliebsten 3:1 gemischt mit der körpermilch
nicht ein gerötetes hautfleckerl,
auch beim füchslein nicht,
auch nicht am meer
und richtig schöner urlaubsteint

.

nach radschlagen

.

und nach knäckebrot

.
.


verlinkt mit :: in heaven

18.6.15

kinderbücher


jeden abend zwei bücher – füchsleingesetz. zu den allergemochtesten zählen, das wisst ihr ja schon, die von michael roher (über »Pepe und Lolo« von ihm und elisabeth steinkellner habe ich hier geschrieben) und auch die von mira lobe. je eines davon hab ich herausgepickt aus dem bücherregal; und noch zwei andere, um nichts weniger lieblingshaft. feine lektüren, die vorleser- und zuhörerherz gleichermaßen hüpfen lassen.

denn ::
ich mag es, wenn geschichten kinder ernst nehmen und ihnen etwas zu sagen haben, klug sind, ohne dabei plakativ oder gar moralisch zu sein, witz haben und einem blick auf die welt entspringen, dem etwas zaubrisches innewohnt. und ich mag es, wenn sie das in einer weise tun, die sprache als spielmaterial begreift und behutsam worte jongliert. und ich mag es, wenn in den illustrationen der duktus des künstlerischen atmet, wenn text und bild auf augenhöhe miteinander tanzen, sie einer ästhetik geerdeter poesie entknospen und sie zum blühen bringen. hier also vier davon; österreichische allesamt im übrigen.

::

Ein Waldwicht fliegt in den Oman. Eine Reise in Reimen.
Text von Melanie Laibl, Illustration von Dorothee Schwab.
kookbooks.

eine die entdeckerlust feiernde geschichte in versen von einem kleinen waldwicht, der auf einem raschelblatt den erdball umrundet. mit schmiss und pfiff illustriert, abseits von putzigkeit, durchdrungen von lebensbejahender polyphonie. und mit so einem satz zum schluss :: »Besser folge deinen Träumen, als das Leben zu versäumen!« oh, yes.

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Sorriso.
Text & Illustration von Michael Roher.
Luftschacht.

eine charmante kleine rahmenerzählung :: fidele imaginationen einer magischen zirkusvorstellung, akrobatisch in vielgestaltige, allerfeinst gefeilte reimformen gegossen, durch die blattmanege wirbelnd mit fantastischen bildern und fantasievollen zugleich, aus denen die liebe zum detail mit dem einfallsreichtum nur so um die wette sprudelt. glückstaumeln, am liebsten gleich ins nächste zirkuszelt hinein.

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Hokuspokus in der Nacht. 
Text von Mira Lobe, Illustration von Winfried Opgenoorth.
Jungbrunnen.

»Still und dunkel steht das Haus – / ganz verlassen sieht es aus. / Von Keller bis Dach / ist gar niemand wach.« doch von doppelseite zu doppelseite wird adventskalenderhaft fenster für fenster erleuchtet und zur guckkastenbühne für einen hausbewohner nach dem anderen. ein skurriles szenario, gefüllt mit direkt dem traumland entschlüpften surrealen elementen. kaleidoskopisch bebilderte metamorphosen, paarreimig intoniert und, weils so zart verdutzt macht, mira-lobe-sprachmeisterlich mitunter auf drei verse ausgedehnt. fröhlich-bizarre traummagie, in der sich inhalt und form grazil umschlingen.

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Luzi.
Text von Martin Auer, Illustration von Linda Wolfsgruber.
NP.


der kleine luzi auf der suche nach den verlorenen flügeln vom papa, auf dass dieser wieder lächeln kann. ihm dazu zu verhelfen vermag der an schwingen statt gefundene erkenntnisschatz, wider den fatalismus :: "Wenn man keine Flügel hat, kann man auch hupfen!" ein hochgesangsperlchen auf den möglichkeitssinn mit linda-wolfsgruber-witzig-charmanten bildern.

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