22.7.14

das füchslein trägt ...



..., weiterhin das g hochhaltend, sommergewandlich nach zwei kostenlosen schnittmustern upgecycelte mama-t-shirts (welch glück, dass ich – für ursprünglich recht unklare zwecke, aber das werklerinnenherz mahnt immerfort, dass man ja nie wissen könne – über jahre all unsere abgelegten kleidungsstücke gesammelt habe), und zwar einmal in form einer zu einer ruck-zuck-hose vereinfachten marina-version und zum anderen als ärmelloses shirt nach dem hier schon schwammerlruderleiberl gewordenen ottobre-schnittmuster. die hosenstoffwahl hat übrigens das füchslein selbst übernommen; offenkundig ein freund des floralen (während ich mich frage, warum ich mir je ein shirt mit einem solchen muster gekauft habe ...).



dienstagsfrohsinn euch! wir tragen etwas von dem unseren bei fräulein rohmlich, made4BOYS und dem creadienstag vorbei.

21.7.14

















































Den Augenblick aufrechterhalten.
(ilse aichinger, 1960)


und den mut. so vieles kann ich noch lernen von dir. einen guten geburtstag dir, lieber papa.

20.7.14

skizzen zum sonntag :: 2





[...]

die Fische sind zwei
die Vögel baun Nester wir
stehn auf demselben Blatt
[aus :: sarah kirsch »Ich bin sehr sanft«]

19.7.14

4 an 1 samstag




1 blüte + 1 himmel + 1 kaffee + 1 lied


luftblauweißgrau bei katja.
duftbraunschwarz bei ninja.

17.7.14

blau° schwarz° heidel°




von den kugelrunden meine allerliebsten.
nicht die kultivierten, sondern die aus dem wald, die mama mitbringt.

noch sinds die tiefgekühlten.
warten auf die frischen.
aus denen, die nicht gleich in den mund wandern, zum beispiel ein smoothie.


vom hübschmadamchen fabriziert aus schwarzbeeren, banane, joghurt und etwas mangopüree.

deliziös auch als beerenfrühstück.
mit sahne, erdmandelpulver, braunhirse und kokosflocken.

°
     °
   b °

blaue lippen, blaue zähne, blaue zunge. lustigkeit schon vor der zitrone.


so mag ich ihn, den sommer.

    °
°
  °

und was mich gerade echt stolz macht :: ringana-gründer andreas wilfinger hat meinen zahnöl-beitrag auf seiner facebook-seite verlinkt. 

16.7.14

die schöne josephine


was ich als eine verbindungslinie unter mehreren zwischen mir und vielen von euch sehe :: dass uns bewusster konsum ein anliegen ist. unternehmen, die feine qualität, ästhetisches fingerspitzengefühl und nachhaltige philosophie miteinander verbinden – bitte gerne. vor einigen wochen bin ich auf der suche nach einer guten ledertasche wieder einmal auf ein solches gestoßen :: gusti leder.


gusti leder, 2007 noch während seines volkswirtschaftsstudiums von christian pietsch gegründet, ist ein kleiner lederhandel mit hauptsitz in rostock, der sich auf hochwertige und unter sozialverträglichen bedingungen angefertigte lederwaren zu fairen preisen spezialisiert hat. ein grundsatz der gusti-firmenphilsophie ist es, ausschließlich leder »aus Häuten von Tieren (Ziegen und Rindern) [...], deren Zucht primär der Fleischgewinnung und Nachzucht dient«, zu verwenden, mit anderen worten ein schlachtnebenprodukt zu veredeln und derart auch mit blick auf ökologische nachhaltigkeit vertretbar zu agieren.

hergestellt werden die lederwaren – die produktpalette umfasst zurzeit rund 450 artikel und reicht von schlüsselanhängern und schmuck über portemonnaies und federmäppchen bis hin zu taschen – in erster linie von in indien und marokko ansässigen familienunternehmen mit maximal 15 mitarbeiter(inne)n, wobei auf faire und menschenwürdige produktionsbedingungen abseits von ausbeutung und kinderarbeit größter wert gelegt wird. gegerbt, gefärbt und gefettet wird das leder nach traditionellen pflanzlichen verfahren unter verzicht auf chrom und ähnliche giftige zusatzstoffe.


so zumindest bei der hauptmarke gusti nature; denn einen kleinen wermutstropfen gibt es leider für mich und andere freunde der linientreue :: »Zur Erweiterung unseres Angebotes beziehen wir farbige Ledertaschen und Portemonnaies aus gespaltenem Rindsnappaleder (von ebenfalls kleinen Unternehmen aus Italien und China), diese sind allerdings herkömmlich chromgegerbt und gefärbt.« bleibt im sinne einer konsequenten firmenphilsophie zu hoffen, dass eine solche angebotserweiterung nicht weiter forciert wird. zurzeit jedenfalls gilt :: die auswahl an gusti nature-taschen ist glücklicherweise riesig und wird einen schwerlich in die verlegenheit bringen, auf ein konventionell hergestelltes lederprodukt zurückgreifen zu müssen.

umso erfreulicher, dass gusti leder so freundlich war, mir einen produkttest zu ermöglichen. ausgesucht habe ich mir die schöne josephine, einen für meine geldtasche-schlüssel-handy-sonnenbrille-buch-und-zeitung-schreibzeug-trinkflasche-apfel-feuchttücher-windel-mittragebedürfnisse genau richtig dimensionierten beutel mit angenehm breitem, längenverstellbarem tragegurt.


die josephine ist eine gusti nature-tasche, ein reines naturprodukt aus vegetabil gegerbtem und mit mohn gefärtem leder von ziegen aus freilandhaltung. an verschiedenen stellen habe ich gelesen, man rieche der tasche ihren lederursprung außerordentlich stark an. aus meiner nasensicht :: 1. ? die tasche ist aus leder. leder riecht nach leder, richtig. 2. der ledergeruch speziell dieser tasche mutet meiner nase in keiner weise unangenehm an. 3. nach einigen tagen des taschengebrauchs ist der geruch verflogen.

das leder hat einen warmen, zwischen siena gebrannt und kastanie changierenden braunton und eine angenehme, die natürlichen strukturunterschiede unterstreichende haptik. innen ist die tasche mit samtigem stoff ausgekleidet; für ordentliche gibts ein reißverschlussfach; verschlossen wird sie mittels magnetdruckknopf.


mein fazit nach zwei wochen josephine :: praktisch, schön, charmant – alles zugleich. ich mag sie sehr. und sie wird nicht meine letzte gusti-tasche gewesen sein. auch ziemlich verlockend finde ich allerdings den gedanken, selbst mehr mit leder zu arbeiten. auf der gusti leder-seite gibts nicht nur die dafür nötigen utensilien zu kaufen, sondern auch nette videoanleitungen zum selberwerkeln mit leder, vom beziehen eines fahrradsattels bis zur herstellung einer eigenen handtasche. und für menschen der mitte, die es mehr mit dem ideenhaben haben, die umsetzung aber lieber anderen überlassen, gibt es schließlich die möglichkeit, bei gusti leder unikate anfertigen zu lassen.

alle zitate :: www.gusti-leder.de

ich danke gusti leder für die feine tasche. nachgeschickt :: integritätsaufgabe für geld ist meine sache nicht. auch für die schöne josephine verbiege ich meine meinung nicht – so wie sie da steht, so ist sie. 

update :: bezüglich der produkte aus china wurde mir von gusti-leder nach erscheinen dieses beitrags mitgeteilt, dass es sich dabei lediglich um restposten handle und dort keine weiteren produkte mehr bezogen würden. weiter in der stellungnahme :: »Alle unsere Produkte mit Chromgerbung müssen regelmäßig ins Labor und werden dort auf Herz und Nieren geprüft. Sollten die Chromwerte hier grenzwertig sein, wird das Produkt sofort eingestellt und nicht mehr verkauft. Taschen, welche sich gefährlich auf die Gesundheit auswirken KÖNNTEN, wollen wir nicht vertreiben. Darum gibt es bei uns auch keine Zwischenhändler. Nur so, und durch häufige Besuche von Herrn Pietsch und dem damit engen Kontakt zu den Produzenten, können wir uns sicher sein, wie unsere Taschen produziert werden und was 'drinnen steckt.«

15.7.14

das füchslein trägt ...



... ein, wie im zuge des fotografierens entdeckt, auch hervorragend als »taucherbrille« geeingnetes, de facto intentionsgemäß aber wohl auf die newtonsche gravitationskonstante anspielendes g über dem kopf – welch physikalischer scharfsinn! – und zur profanen windel, die immer weniger zum daueraccessoire wird, ein nach dem kostenlosen raglan-t-shirt-schnitt von hier aus mama-und-papa-leiberl-komponenten* zusammengestückeltes kurzarmshirt und damit, insbesondere mit blick auf den druck (bitte um gedankliche engführung wiederum mit dem gravitationskonstanten-g), ein kleidungsstück mit wahrem fuchsaugenundherzerstrahlenlassendem potenzial. das freut und erleichtert (g!) die mamanähseele.

* vom nach dem ersten waschen ungeahnt geschrumpften papa-leiberl mit dem zum weggeben viel zu netten druck wurde sogar das halsbündchen direkt wiederverwertet, vom uralten mama-leiberl, das beim sessellackieren vor drei jahren dem rotfarbgespritz zum opfer gefallen (aber weil so gemocht zur weiterverarbeitung aufgehoben worden) ist, habe ich die ärmel direkt am saum ausgeschnitten und mir so das ungeliebte jerseysäumen gespart.


hach, so mag ich physik. mit diesem die wahre farbe deutlich besser treffenden bild und g-dankenspielen im kopf gravitieren wir zu fräulein rohmilch, made4BOYS und dem creadienstag. g-o!